Bilanz 2025: 751 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verurteilt

Sechsundzwanzig Jahre nachdem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) die Ausrottung von Falun Dafa angeordnet hatte, dauert die Verfolgung unvermindert an. Manche Praktizierende verbrachten bereits Jahrzehnte hinter Gittern, bevor sie erneut verhaftet und verurteilt wurden. Auch gegenüber älteren Praktizierenden zeigte die KPCh keine Milde: Selbst Menschen über 70 Jahre erhielten Haftstrafen von bis zu neun Jahren.
Von den 751 neu gemeldeten Verurteilungen erfolgten 514 im Jahr 2025, während 237 Praktizierende bereits in früheren Jahren verurteilt worden waren. Die verzögerte Berichterstattung ist auf die strenge Informationszensur der KPCh zurückzuführen, die darauf abzielt, die Verfolgung von Falun Dafa im Verborgenen zu halten und internationale Aufmerksamkeit zu vermeiden.
Nach der Abschaffung der Zwangsarbeitslager im Jahr 2013 wurde die Verurteilung zu Gefängnisstrafen – neben Schikanen, Gehirnwäsche und der Einweisung in psychiatrische Kliniken – zu einer der zentralen Verfolgungstaktiken gegen Falun-Dafa-Praktizierende.
Um die Verurteilungsverfahren zu beschleunigen, richteten einige Regionen spezielle Staatsanwaltschaften und Gerichte für Falun-Dafa-Fälle ein. In vielen Fällen werden Praktizierende bereits Tage oder Wochen nach ihrer Festnahme verurteilt.
China besteht aus 22 Provinzen, vier regierungsunmittelbaren Städten (Peking, Tianjin, Shanghai und Chongqing) und fünf autonomen Regionen (Guangxi, Innere Mongolei, Tibet, Xinjiang und Ningxia). Mit Ausnahme von Shanghai, Tibet, Guangxi, Qinghai und Hainan meldeten alle anderen 26 Gebiete im Jahr 2025 Urteilsverkündungen. Die Provinzen Liaoning, Jilin und Shandong verzeichneten 98, 96 bzw. 95 Fälle. Sechzehn weitere Gebiete meldeten ebenfalls zweistellige Fallzahlen zwischen elf und 65, und die verbleibenden sieben Regionen verzeichneten einstellige Fallzahlen zwischen eins und neun.
Überdurchschnittlich harte Strafmaße

Die Oberste Volksstaatsanwaltschaft Chinas gab im Februar 2024 bekannt, dass in den vergangenen Jahren 85 Prozent der Verurteilten zu Haftstrafen von drei Jahren oder weniger verurteilt worden seien – verglichen mit 55 Prozent im Jahr 1999. Von den 751 im Jahr 2025 gemeldeten Verurteilungen von Falun-Dafa-Praktizierenden entfielen jedoch 418 Fälle (55,7 Prozent) auf Haftstrafen von drei bis zehn Jahren. Dies deutet auf eine überdurchschnittlich harte Bestrafung von Falun-Dafa-Praktizierenden hin, obwohl diese bei der Ausübung ihres verfassungsmäßigen Rechts auf Glaubensfreiheit keinerlei Gesetze verletzt hatten.
Darüber hinaus wurden insgesamt 266 Praktizierende mit Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 3.269.400 Yuan (etwa 399.677 Euro) belegt, was einem Durchschnitt von 12.291 Yuan (rund 1.500 Euro) pro Person entspricht.
Von den 751 verurteilten Praktizierenden, deren Alter zum Zeitpunkt der Verurteilung bekannt war, war eine Person um die zwanzig Jahre alt, fünf Praktizierende waren zwischen 30 und 39, 17 zwischen 40 und 49, 105 zwischen 50 und 59, 180 zwischen 60 und 69, 156 zwischen 70 und 79, 33 über 80 und eine über 90 Jahre alt.

Die Betroffenen kamen aus allen Gesellschaftsschichten, darunter Regierungsbeamte, Hochschullehrer, Ärzte, Künstler, Geschäftsleute, Krankenschwestern, Ingenieure, Landwirte und Fabrikarbeiter.
Artikel veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von de.Minghui.org






