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06-15-2026 |

    Gesichter der Verfolgung » Einflussnahme im Ausland

    Einflussnahme im Ausland

Chinesische Männer bei Angriff auf Falun-Gong-Informationsstand in Südkorea festgenommen

Am 2. Juni 2026 griffen drei chinesische Männer auf Jeju einen Falun-Gong-Informationsstand vor dem Shilla Duty Free Store im Yeon-dong-Distrikt an. (Park Dong-Seok)

Am 2. Juni 2026 griffen drei chinesische Männer auf der südkoreanischen Insel Jeju einen Falun-Gong1-Informationsstand vor dem Shilla Duty Free Store im Yeon-dong-Distrikt an. Sie zerstörten Informationsstände, verletzten mindestens zwei Praktizierende und bedrohten weitere. Die koreanische Polizei nahm alle drei noch am Tatort fest.

Das Informationszentrum stellt fest:

Der Angriff ist der jüngste in einer dokumentierten Serie von Übergriffen auf Falun-Gong-Informationsstände auf Jeju. Er trägt alle Merkmale der transnationalen Repression der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh):  Gewalt auf fremdem Boden gegen friedliche Bürger, die die Menschenrechtsverbrechen der KPCh aufdecken, und zwar mit offener Missachtung des lokalen Rechts.

Das, was auf Jeju passiert ist, ist das jüngste Beispiel für die transnationale Repression der KPCh gegen Falun-Gong-Praktizierende und ihre friedlichen Aktivitäten weltweit. Mit ihrem Vorgehen gegen Falun Gong haben diese Angreifer mutmaßlich gegen koreanisches Recht verstoßen. Die koreanische Polizei hat richtig gehandelt, indem sie die Männer sofort festgenommen hat. 

In früheren Fällen sind die Angreifer einfach nach Hause geflogen, bevor sie Konsequenzen zu spüren bekamen – genau das ist das Ergebnis, auf das Peking setzt. Wir fordern die koreanischen Behörden auf, diesen Fall konsequent zu verfolgen.

Behinderung, Körperverletzung und Zerstörung von Bannern

An diesem Tag führten acht Praktizierende die Versammlung durch – vier Männer und vier Frauen im Alter zwischen Ende 40 und 70 Jahren, wie Park Dong-seok, Koordinator der Jeju-Sektion der südkoreanischen Falun-Dafa-Vereinigung, berichtete. Die Gruppe hatte eine ordnungsgemäße Versammlungsanmeldung eingereicht und zeigte Banner und Infotafeln in der Nähe des Duty-Free-Shops, einem bei chinesischen Touristen beliebten Ort, um Besucher über die Verfolgung von Falun Gong durch die KPCh zu informieren.

Der Angriff begann gegen 18 Uhr. Drei chinesische Männer näherten sich dem Stand und begannen zu schreien: „Hört auf damit!“ und „Nehmt das ab!“, so Park, der die Schilderungen der anwesenden Praktizierenden weitergab. Die Polizei identifizierte die drei später als zwei Männer in den Dreißigern und einen in den Vierzigern. Die Praktizierenden versuchten, sie zu beruhigen und erklärten, dass die Versammlung legal sei, doch die Männer schrien weiter: „Wenn ihr das nicht abbaut, schlagen wir es kaputt.“

Einer der Männer, schwarz gekleidet, riss einer älteren Praktizierenden ein Schild aus der Hand und schleuderte es zu Boden. Durch den Ruck wurde sie umgerissen. Anschließend trat er gegen eine Stehtafel mit Informationen über die Verfolgung. Männliche Praktizierende griffen ein, um ihn aufzuhalten, doch er trat weiter auf die Tafel ein.

Eine Praktizierende zeigte auf einen Hinweis, den die Gruppe auf Chinesisch angebracht hatte und der auf koreanisches Recht verwies: Eine rechtmäßige Versammlung darf nicht behindert werden, andernfalls drohen bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe von bis zu 3 Millionen Won. Die Praktizierenden hatten diesen Hinweis nach früheren Vorfällen angebracht, bei denen chinesische Touristen ihr Versammlungsrecht infrage gestellt hatten.

Die Gewalt eskalierte weiter. Einer der Männer schlug einem 63-jährigen Praktizierenden ins linke Gesichthälfte. Er verdrehte auch die Hand eines 70-jährigen Praktizierenden, der eingreifen wollte, überstreckte den Arm und hinterließ ihn etwa einen Tag lang handlungsunfähig.

Die beiden verletzten Praktizierenden gaben später Aussagen bei der Polizei ab und legten ärztliche Atteste vor. Laut Kopien der Atteste, die der Falun Dafa Vereinigung von den Opfern zur Verfügung gestellt wurden, litt der 63-Jährige unter Schmerzen im linken Oberkiefer durch den Faustschlag, Nackenschmerzen und einer Abschürfung am rechten Knie. Der 70-Jährige erlitt Schmerzen im unteren Rücken sowie Verletzungen am zweiten, dritten und vierten Finger der linken Hand. Ärzte legten eine Schiene an und stellten Druckempfindlichkeit und Schwellung am Mittelfinger fest.

Chinesische Täter noch am Tatort festgenommen

Die koreanische Polizei nahm die drei Männer als Tatverdächtige auf frischer Tat fest. Ihnen werden Behinderung einer Versammlung, Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Die mutmaßlichen Touristen wurden auf der Jeju Seobu (West-)Polizeistation festgehalten und vernommen.

Als Organisator der Versammlung reichte Park Dong-seok am 3. Juni eine Petition bei der Jeju Seobu Police Station ein. Darin forderte er eine zügige und gründliche Untersuchung, eine harte Bestrafung und – falls Fluchtgefahr bestehe – ein Ausreiseverbot. In der Petition hieß es, der Angriff sei kein zufälliger Streit gewesen, sondern eine gemeinschaftliche, organisierte Straftat: Die Männer hätten koordiniert gehandelt, Teilnehmer bedroht und versucht, weitere Personen herbeizurufen. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass ausländische Täter in früheren Fällen auf Jeju und in Seoul das Land verlassen hatten, bevor sie identifiziert oder bestraft werden konnten, wodurch die Opfer keine Schadensersatzansprüche durchsetzen konnten.

Am 5. Juni.2026 teilte Park mit, die Polizei habe ihm bestätigt, dass der Fall an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet werde.

Ein wiederkehrendes Muster

Der Übergriff vom 2. Juni stand nicht isoliert da. Falun-Gong-Praktizierende und Menschenrechtsgruppen haben ein anhaltendes Muster von Gewalt und Einschüchterung gegen die Gemeinschaft auf Jeju und weltweit dokumentiert.

Zwischen Oktober und November 2023 kam es auf der Insel zu sieben separaten Angriffen auf Falun-Gong-Informationsstände, wie Minghui berichtete. Beim letzten Vorfall trat ein chinesischer Mann Infotafeln um, zerstörte Plakate und versuchte, sie anzuzünden. Er wurde festgenommen und angeklagt. Die südkoreanische Falun-Dafa-Vereinigung erklärte damals, die Angriffe seien kein Zufall, sondern von der KPCh organisiert. Die Täter hätten gezielt Tafeln zu bestimmten Themen zerstört, darunter die Zwangsorganentnahme.

Das Falun Dafa Informationszentrum hat körperliche Angriffe auf Praktizierende an Informationsständen in London, New York und anderen Städten dokumentiert, ebenso wie Belästigungen, Überwachung und Druckkampagnen der KPCh gegen im Ausland lebende Praktizierende.

Falun Gong, auch bekannt als Falun Dafa, ist eine spirituelle Praxis, die auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht beruht. Die KPCh startete 1999 eine Kampagne zur Ausrottung dieser Praxis. Praktizierende in China wurden seither massenhaft inhaftiert, gefoltert und Zwangsorganentnahmen unterzogen. Die Falun-Gong-Praktizierenden auf Jeju betreiben ihren Informationsstand, damit chinesische Besucher Fakten erfahren können, die in China zensiert werden.

Aufruf zum Handeln

Das Falun Dafa Informationszentrum fordert:

•  Die südkoreanischen Behörden auf, eine zügige und gründliche Untersuchung durchzuführen, ein Ausreiseverbot für die drei Verdächtigen bis zum Abschluss des Verfahrens zu verhängen und den Fall mit voller Härte des Gesetzes zu verfolgen. Täter ungestraft abreisen zu lassen, lädt zu weiteren Gewalttaten ein.

•  Die südkoreanische Regierung auf, zu prüfen, ob die wiederholten Angriffe auf Falun-Gong-Stände koordiniert sind, und die verfassungsmäßigen Rechte auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit für alle Menschen auf koreanischem Boden zu schützen.

•  Regierungen und internationale Organisationen auf, solche Angriffe als transnationale Repression anzuerkennen und die KPCh für die Auslagerung ihrer Verfolgung ins Ausland zur Rechenschaft zu ziehen.

•  Die Öffentlichkeit und die Medien auf, über den Vorfall zu berichten und sich an die Seite der friedlichen Praktizierenden zu stellen, die für die Verbreitung der Wahrheit angegriffen wurden.

1Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.

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